Folienabdichtung im Containertransport
Im Containertransport wird das Packgut üblicherweise auf Holzkufen oder Schlitten gestellt und mit normaler Folie abgedichtet. Im Inneren kommen VCI-Material und Trockenmittel zum Einsatz. Die Folie begrenzt den Luftaustausch mit der Umgebung, sodass beide im abgeschlossenen Volumen wirken können.
Bei Bedarf wird zusätzlich eine Transportkiste um das abgedichtete Packgut gebaut. Die Kiste dient dem mechanischen Schutz und ist selbst nicht abgedichtet. Diese Variante entspricht dem üblichen Vorgehen bei W&W Projekt Service.
Alu-Verbundfolie (Barrierefolie)
Alu-Verbundfolie wird eingesetzt, wenn empfindliche Maschinen oder Bauteile vakuumverpackt über einen langen Zeitraum gelagert werden sollen, üblicherweise bei einer Langzeitlagerung von mehr als einem Jahr. Die Folie besteht aus mehreren Schichten aus Aluminium und Kunststoff. Dadurch ist sie weitgehend undurchlässig für Wasserdampf, Sauerstoff und UV-Licht.
Für die Verpackung wird das Packgut vollständig mit der Folie umschlossen, verschweißt und vakuumiert. Im Inneren lässt sich zusammen mit einer berechneten Menge Trockenmittel ein kontrolliertes Mikroklima herstellen. Das ist besonders bei Steuerungen, elektronischen Baugruppen und empfindlichen Maschinenteilen relevant.
Für den Transport im Container ist Alu-Verbundfolie in der Regel nicht nötig. Dort genügt üblicherweise eine normale Folie (siehe Folienabdichtung im Containertransport). Bei W&W Projekt Service kommt Alu-Verbundfolie deshalb nur selten zum Einsatz.
Klimakiste
Eine Klimakiste ist eine speziell abgedichtete Holz- oder Kombikiste. Ihre Innenauskleidung soll den Austausch von Feuchtigkeit mit der Umgebung möglichst gering halten. Zusätzlich kommen Trockenmittel zum Einsatz.
Gedacht ist diese Verpackungsart vorwiegend für Maschinen und Komponenten, bei denen Korrosion erhebliche Schäden verursachen könnte. Das betrifft insbesondere Sendungen, bei denen nicht sicher vorhersehbar ist, wie lange sie in einem Hafen oder Zwischenlager stehen.
Der Aufwand für Konstruktion und Verpackung liegt über dem einer normalen Transportkiste. Entscheidend sind deshalb unter anderem Warenwert, Transportdauer und Empfindlichkeit des Packguts. Eine Kiste, die lediglich um ein bereits folienverpacktes Packgut gebaut wird, ist keine Klimakiste, da sie selbst nicht abgedichtet ist. Im Containertransport ist die Klimakiste bei W&W Projekt Service nicht der Regelfall.
Trockenmittel / Silicagel
Trockenmittel nehmen Feuchtigkeit aus der Luft innerhalb einer geschlossenen Verpackung auf. Dafür werden beispielsweise Silicagel-Beutel oder spezielle Trockenmittel für Transportbehälter eingesetzt.
Während eines Seetransports können sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit stark verändern. Kühlt feuchte Luft ab, kann Wasser an Oberflächen kondensieren. Dieses sogenannte Container-Schwitzen stellt besonders für Metallteile und elektronische Komponenten ein Risiko dar.
Wie viel Trockenmittel benötigt wird, lässt sich nicht mit einer allgemeinen Faustregel bestimmen. Kistenvolumen, Transportdauer und Ausgangsfeuchte spielen dabei eine wesentliche Rolle. Bei W&W erfolgt daher die Berechnung der erforderlichen Menge für das jeweilige Projekt individuell.
VCI-Folie
VCI bedeutet Vapour oder Volatile Corrosion Inhibitor. Eine VCI-Folie gibt korrosionshemmende Wirkstoffe an die Luft innerhalb der Verpackung ab. Diese erreichen die Metalloberflächen und können dort die Entstehung von Korrosion hemmen.
Ein Vorteil liegt darin, dass der Wirkstoff auch Bereiche erreichen kann, die mit einem direkt aufgetragenen Schutzmittel nur schwer zugänglich wären. Dazu zählen beispielsweise Hohlräume oder verwinkelte Maschinenteile.
Anders als bei Öl oder Fett bleibt nach der Verwendung in der Regel kein entsprechend öliger Schutzfilm zurück. Der Reinigungsaufwand vor Montage oder Inbetriebnahme kann dadurch geringer ausfallen. VCI-Folie wird vor allem bei blanken Metallteilen, Präzisionsbauteilen und anderen korrosionsgefährdeten Maschinenelementen verwendet.